INDUSTRIAL BUILDING 2018: Essen für 10.000 Fachbesucher drei Tage Hotspot der Baubranche

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Baufachtage West 2018: Essen für 10.000 Fachbesucher drei Tage Hotspot der Baubranche

CONSTRUCT IT, INDUSTRIAL BUILDING und acqua alta vernetzen die Branche

Die Messe Essen zieht ein positives Fazit anlässlich der Baufachtage West 2018: Vom 10. bis 12. Januar  2018 nutzten 330 Aussteller die einzigartige Zusammenstellung von High-Potential-Themen, um Experten der Baubranche Innovationen und Produktneuheiten zu präsentieren. Es kamen rund 3.000 Besucher zu den drei Spezialbaufachmessen INDUSTRIAL BUILDING, CONSTRUCT IT, acqua alta sowie 7.000 Besucher zu der parallel stattfindenden InfraTech des Veranstalters Rotterdam Ahoy in der Messe Essen zusammen. Bereits jetzt planen 87 Prozent einen erneuten Besuch für 2020. Für die INDUSTRIAL BUILDING, eine Fachmesse rund um Industrie- und Gewerbebau sowie der CONSTRUCT IT, ein Format für die Digitalisierung der Baubranche, bedeutet das eine erfolgreiche Premiere. Die Transformation in Richtung individualisierter Spezialbaufachmessen zahlt sich aus und unterstreicht Essens Bedeutung im Herzen des Ruhrgebiets als Standort für eine Plattform der deutschen Baubranche.

Zu dem positiven Ergebnis trug auch die Behandlung wichtiger Gesellschaftsthemen bei, die auf dem Messegelände interdisziplinär verknüpft wurden. Noch unter Eindruck des europaweiten Sturmtiefs „Burglind“ kamen zum Beispiel im Rahmen der acqua alta Hochwasserschutz-Experten zusammen, um notwendige Reaktionen auf den Klimawandel zu diskutieren. Auf der benachbarten INDUSTRIAL BUILDING konnte im Kompetenzzentrum HOLZ anschließend eine begehbare Tragwerkkonstruktion in Holz-Hybridbauweise in Augenschein genommen werden. Bereits ein einzelner Dachstuhl in Holzbauweise speichert durchschnittlich bis zu 8,4 Tonnen CO2 und hilft, den Klimawandel abzuschwächen – ein entscheidender Beitrag, unter anderem vor dem Hintergrund, dass Deutschland die Klimaziele für 2020 deutlich verfehlen wird. Solche Beispiele zeigen, wie wichtig eine disziplinübergreifende Verzahnung von Theorie und Praxis ist, die besonders gut in Rahmen von Messen umgesetzt werden kann. Fachbesucher erhielten die Möglichkeiten, über die Grenzen ihres Fachbereichs hinauszublicken und neue Kontakte zu knüpfen – und dadurch auch zukünftig in Bereichen zu wirtschaften, die bis dahin verschlossen schienen.

Besucher honorieren Weiterentwicklung des Messeformats

Besseres Messeerlebnis durch Synergieeffekte der Spezialbaufachmessen: Die weitreichende Verknüpfung von Themenbereichen steigerte maßgeblich die Zufriedenheit der Besucher und Aussteller. Mit ihrem Aufenthalt auf den drei Messen der Baufachtage West sowie der InfraTech sind 90 Prozent (85 Prozent bei der Vorveranstaltung) der Fachbesucherschaft zufrieden oder vollkommen zufrieden. Bereits jetzt planen 87 Prozent (78 Prozent) einen erneuten Besuch für 2020, rund 86 Prozent (78 Prozent) empfehlen den Besuch weiter. Die drei Messen der Baufachtage West sowie die parallel stattfindende InfraTech profitierten untereinander von ihrer thematischen Nachbarschaft, da Besucher überall auf dem Gelände relevante Schnittstellen fanden: Rund 91 Prozent des Fachpublikums gefällt das diesjährige Konzept der vier parallel stattfindenden Messen. Die Szenarien waren vielfältig – zum Beispiel konnten sich Besucher der acqua alta über Produkte zum Objektschutz informieren, die den extremer werdenden Wetterbedingungen trotzen: Wasserdichte Türen und Fenster waren dabei nur der Auftakt für ein Produktsegment, dessen Bedeutung auch in den kommenden Jahren wachsen wird. „Es hat sich gezeigt, dass abseits von Breitbandmessen innerhalb der Baubranche ein Bedürfnis nach individualisierten Spezialbaufachmessen besteht. Der Markt differenziert sich – und diesen Prozess möchten wir als Messeveranstalter wirksam begleiten“, so Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer der Messe Essen.

Industrie- und Gewerbebau: Gelungener Auftakt der INDUSTRIAL BUILDING

Mit einer einzigartigen Themenkombination gelang der INDUSTRIAL BUILDING erstmals die Besetzung einer „bautechnischen Lücke“ in Messedeutschland. Das neue Messeformat vereint Informationen für Generalunternehmer, Architekten, Bauträger, Fachplaner, Investoren und Bauherren – also für all die Baufachleute, die sich mit der Planung, Errichtung und dem Betrieb von Gewerbeimmobilien bis hin zu ganzen Industriestandorten beschäftigen. In direkter Nachbarschaft zu den verwandten Parallelmessen bündelte die INDUSTRIAL BUILDING industriebaurelevante Produkte und Lösungen in einer Veranstaltung mit dem Mehrwert von ergänzenden Architektur- und Ingenieurkongressen. Ein stark nachgefragter Schwerpunkt bildeten hier unter anderem innovative Lösungen der energieeffizienten Gebäudehülle von Nichtwohngebäuden sowie ganzheitliche Systemlösungen zur Wärme- und Energieversorgung. „Mit der INDUSTRIAL BUILDING etablieren die ‚Baufachtage West‘ ein neues Messeformat, das diesem Anliegen Rechnung trägt und das in der Verzahnung mit den anderen drei Fachmessen sowie unserem Internationalen Architekturkongress ‚Neues Bauen mit Stahl‘ dazu beitragen wird, die Baukultur in unserem Land weiter zu stärken“, so Markus Lehrmann, Hauptgeschäftsführer der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen. Ergänzt wurde die Fachmesse unter anderem durch die Fachtagung Holzbau NRW.

CONSTRUCT IT erweist sich als Katalysator der Digitalisierung

In den kommenden Jahren werden digitale Möglichkeiten alle Prozesse des Planens, Bauens und Betreibens durchdringen – ein Wandel, der bereits heute spürbar ist und durch die Spezialbaufachmesse CONSTRUCT IT nun eine neue Plattform erhalten hat. Architekten, Stadtplaner, Bauunternehmer, Ingenieure, Projektentwickler und Investoren erhielten einen umfassenden Software-Marktüberblick für alle Planungs- und Bauphasen, Gewerke und Gebäudetypen. Zu den spannendsten Branchenthemen zählt aktuell der Umgang mit BIM, der im Kongress „Digitalisierung im Bauwesen“ der Ingenieurakademie West im Fokus stand. Die Akademie setzte damit die Diskussionsreihe über die Planungsmethode BIM fort und präsentierte Mitgliedern sowie der Fachwelt die Vorstellungen der Politik.

acqua alta: Dem Klimawandel möglichst vorbereitet begegnen

Bereits zum dritten Mal fand die acqua alta in der Messe Essen statt – nun erstmals im Rahmen der Baufachtage West. Die Fachmesse hat sich als Treffpunkt der Hochwasser-Kompetenz aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Kommunen zum Austauschen, Informieren und Netzwerken etabliert. Hier werden die Themen Hochwasservorsorge und -schutz sowie Katastrophenmanagement verknüpft. „Burglind“ und die Ereignisse des letzten Jahres demonstrieren eindringlich, dass sich die Relevanz von Hochwasserschutz nicht auf Flussgebiete beschränkt. Um Mensch, Natur und Wirtschaft zu schützen, sind deshalb innovative Hochwasserschutzkonzepte notwendig. „Das Zusammenwirken der Messe acqua alta und  des  Symposiums Hochwasserriskomanagement ist ein Erfolgsmodell. Experten und Expertinnen aller Bereiche des HWRM-Kreislaufs fanden auf der Messe acqua alta eine hervorragende Gelegenheit des Fachaustauschs. Auch das HochwassserKompetenzCentrum gewann neue Mitglieder und konnte neue Projekte anstoßen“, resümierte Georg Johann, Geschäftsführer des HochwasserKompetenzCentrums (HKC). Als eines der wasserreichsten und zugleich stark versiegelten Bundesländer eignet sich NRW mit dem Ruhrgebiet als infrastrukturellem Hotspot hervorragend als Messestandort zum Thema Hochwasserschutz.

Hochkarätiges Rahmenprogramm rundet das Messeerlebnis ab

Ein passgenaues Rahmenprogramm machte die Messen der Baufachtage West 2018 zu einem runden Gesamtpaket. NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach eröffnete den Internationalen Architektur-Kongress, an dem erneut rund 900 Architekten und Planer teilnahmen. Bereits zum neunten Mal veranstalteten die Wirtschaftsvereinigung Stahl in Kooperation mit der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen und dem Industrieverband Feuerzinken die etablierte Informationsplattform für Architekten, Ingenieure, Stadtplaner sowie öffentliche und private Bauherren. Referenten sprachen unter dem Motto „Neues Bauen mit Stahl – Baukultur im urbanen Kontext“ über Visionen für die Baukultur und präsentierten aktuelle Architekturprojekte mit energieeffizienten Trag- und Fassadenstrukturen.

Auch das vierte Hochwasser-Symposium „Gemeinsam Handeln – Risiken vermindern: Hochwasser und Starkregenrisiko-Management in NRW“ wurde mit Ministerbeteiligung eröffnet. NRW-Umweltministerin Christine Schulze Föcking hielt vor über 450 Besuchern das Eröffnungsgrußwort und wies auf die gesellschaftliche Bedeutung des Themenbereichs hin: „Wir können den Klimawandel nicht mehr verhindern, aber wir können die Folgen des Klimawandels abmildern, unter anderen durch geeignete Anpassungsmaßnahmen. Der Hochwasserschutz ist dabei von zentraler Bedeutung. Die Landesregierung hat daher dieses Jahr die Fördermittel für den Hochwasserschutz um 16 Millionen Euro auf 66 Millionen Euro erhöht.“ Im Anschluss diskutierten Akteure der Hochwasserschutz-Branche die Bedrohungslage durch Hochwasser und Starkregen-Ereignisse sowie Bau- und Eigenvorsorge, Risikokommunikation und Objektschutz. Die Eröffnungen der Minister unterstreichen die Bedeutung von Spezialbaufachmessen für die deutsche Wirtschaft.

Das nächste Mal kommt die Baubranche vom 14. bis 16. Januar 2020 in der Messe Essen zusammen.